Wenn wir über Putz sprechen, müssen wir zunächst den Unterschied zu Estrich klären, da es sich um ähnliche Baukonzepte handelt. Der Hauptunterschied besteht darin, dass Putz auf die Wände eines Raumes aufgetragen wird, während Estrich auf dem Boden verwendet wird.
Arten von Putz
Grundsätzlich unterscheidet man zwei Putzarten: Außen- und Innenputz. Außenputze werden in Silikat-, Silikon-, Mineral- und Polymerputze unterteilt. Innenputze lassen sich in Kalk-Gips- und Kalk-Zementputze einteilen.
WO SIND KALK-GIPSPUTZE GEEIGNET?
Kalk-Gipsputze sind nur für den Innenbereich geeignet. Sie trocknen schnell und sind für Räume mit normaler Luftfeuchtigkeit geeignet. Dieser Putz dient als Beschichtung für glatte, streichbare Oberflächen.
WELCHE WERKZEUGE WERDEN ZUM AUFTRAGEN VON GIPS BENÖTIGT?
Folgende Werkzeuge sind für das einfache und korrekte Verputzen unerlässlich:
1. Kelle, Spachtel, Kelle, Kelle (große Stuckkelle), Eimer, 2-3 Eimer (Kunststoff) oder eine große schwarze Kunststoffwanne zum Anrühren des Mörtels.
2. Bohrmaschine und Mischer.
3. Die wichtigsten Utensilien sind eine gute Wasserwaage und ein Aluminiumlineal. Das Lineal sollte etwa 2 m lang sein. Es kann aber auch 1,50 m, 1,80 m oder 2,50 m lang sein – entscheiden Sie selbst, welche Länge Sie benötigen. Am besten sind verschiedene Längen: ein 2,50 m, ein 2,00 m und ein 1,50 m langes Lineal.
WIE BEREITET MAN DEN UNTERGRUND MIT GRUNDIERUNG VOR?
Der Untergrund muss sauber, trocken, frostfrei, staubfrei, frei von Salzen (Mineralsalzen), nicht wasserabweisend, ausreichend tragfähig und brüchig sein.
Grundierung ist ein Arbeitsgang, der den Untergrund für das Auftragen von Gipsputz vorbereitet. Die Grundierung (Betonkontaktgrundierung) erfüllt mehrere wichtige Funktionen. Sie dringt tief ein und verstärkt den Untergrund, gleicht dessen Feuchtigkeitsaufnahme aus, verbessert die Haftung zwischen Untergrund und Putz, isoliert den Untergrund gegen das Eindringen schädlicher Substanzen, macht ihn wasserabweisend und schützt ihn vor Feuchtigkeit. Außerdem sorgt sie für eine gleichmäßige Farbgebung, was insbesondere bei hellen Putzen wichtig ist. Am besten verwendet man eine Grundierung, die der Farbe des Putzes entspricht, oder man wählt die klassische weiße Variante. Die Grundierung wird mit einer Farbrolle oder einem Pinsel gleichmäßig auf die gesamte Oberfläche aufgetragen.
Bei stark oder ungleichmäßig saugfähigen Untergründen wie gebrannten Ziegeln empfiehlt sich eine Grundierung mit einem Absorptionsmittel, das mit Wasser im Verhältnis 1:3 verdünnt wird. Die technologische Wartezeit beträgt mindestens 12 Stunden (abhängig von Temperatur und Witterungsbedingungen). Bei Porenbeton wird ebenfalls eine Grundierung mit einem Absorptionsmittel empfohlen, das mit Wasser im Verhältnis 1:2 verdünnt wird. Die technologische Trocknungszeit beträgt in diesem Fall mindestens 24 Stunden (abhängig von Temperatur und Witterungsbedingungen).
Besteht das Fundament aus zementgebundenen Mauersteinen, ist keine Vorbehandlung erforderlich.
WANN WIRD PUTZVERSTÄRKUNG ANGEWENDET?
Beim Wechsel von Materialien in einer Ebene, beispielsweise von Beton zu Mauerwerk oder von unterschiedlichen Steinwänden, empfiehlt es sich, den Putz im Übergangsbereich zu verstärken. Anschließend werden die Eckleisten/-profile angebracht und mit Zement-/Gipsmörtel verputzt.
WIE IST DIE WAND VERPUTZT?
Vor dem Verputzen werden zur Erleichterung der Arbeiten Edelstahl-Schutzprofile an allen Ecken und Kanten angebracht. Kalk-Gipsputz wird üblicherweise streifenweise aufgetragen (mit einer Mindestdicke von 10 mm und einer maximalen Dicke von 25 mm an jeder Seite). Er wird mit einem H-Profil abgezogen und geglättet. Anschließend wird er mit einer Glättkelle abgeschnitten, gleichmäßig mit Wasser befeuchtet und mit einer Schwammkelle geglättet. Nach einer kurzen Trocknungszeit wird die Oberfläche mit einem geeigneten Werkzeug nochmals geglättet. Bei größeren Schichtdicken (z. B. bei unebenen Oberflächen) wird, nachdem die erste Schicht je nach Untergrund 10–20 Minuten lang angetrocknet ist, die nächste Putzschicht nass in nass bis zur gewünschten Enddicke aufgetragen.
Wie genau wird Verputzen durchgeführt?
Um eine Wand zu verputzen, müssen sogenannte „Muttern“ (Stupas) gesetzt werden. Dazu benötigt man zwei Wasserwaagen, die senkrecht an der Wand anliegen und deren gerade Linie messen. Die Augen der Wasserwaagen sollten genau in der Mitte der beiden Linien liegen, und zwar in gleichem Abstand. So lässt sich feststellen, wo die Wand am schiefsten bzw. am geradesten ist, und mit dem Setzen der Stupas beginnen. Für jede Stupa werden zunächst zwei Befestigungselemente an den gegenüberliegenden Enden angebracht und mit Baugips-/Zementmörtel verklebt. Im Baujargon werden diese als „Hühner“ bezeichnet. Der Gips wird in Kugeln (Konsistenz wie weicher Ton) an beiden Enden der „Mutter“ verteilt, die senkrecht ausgerichtet und 1–2 Tage trocknen gelassen wird.
Der Putz wird entlang der Achse zwischen den Eckleisten und deren Verlängerung, also von der Decke zum Boden, aufgetragen (um Lufteinschlüsse und Blasenbildung zu vermeiden). Nach dem Auftragen wird der Putz mit einem Spachtel (Schmetterlingsspachtel) oder einer langen Kelle in horizontalen Bewegungen angedrückt und anschließend mit einem H-förmigen Spachtel entlang der beiden Eckleisten geglättet. Nach 30–40 Minuten, wenn der Putz an Festigkeit gewonnen hat, wird der überschüssige Putz mit einem Trapezspachtel oberhalb der Eckleisten von der Decke zum Boden abgezogen. Um den Putz zu glätten, wird er nach 2–3 Stunden großzügig mit Wasser befeuchtet und mit einer Schaumstoff-, Holz- oder Kunststoffkelle oder Watte geglättet. Anschließend wird er mit einer Kelle geglättet, ohne Material abzutragen.
Der Estrich wird mit gleichmäßigen kreisenden Bewegungen des Spachtels unter gleichmäßigem Druck auf den Untergrund verteilt. Dadurch wird die behandelte Oberfläche fester, dichter (porenfrei) und nicht zuletzt schöner.
Als nächstes folgt das Aufbringen der letzten Beschichtungen: Spachtelmasse, Farbe, Tapete.
WIE LANGE DAUERT DAS TROCKNEN DES GIPSES?
Die Temperatur von Luft, Material und Untergrund muss während des Auftragens und des Aushärtungsprozesses über +5 °C liegen. Bei der Verwendung von Heizgeräten, insbesondere gasbetriebenen, ist für eine gute Belüftung der Oberfläche zu sorgen. Direktes Erhitzen des Putzes ist unzulässig.
Bei gipshaltigen Putzen muss innerhalb der ersten 14 Tage eine kontinuierliche Trocknung gewährleistet sein, um die Bildung einer glasigen, wenig saugfähigen Oberfläche zu verhindern. Eine spätere Durchfeuchtung oder ein Eindringen von Wasser in den Putz während des Trocknungs- und Abbindeprozesses (z. B. durch Kondenswasser, Wasseraufnahme durch nachfolgend aufgebrachten Estrich usw.) muss vermieden werden.
Elektro- und Installationskanäle sollten zeitnah mit einem geeigneten gipshaltigen Material verfüllt werden. Bei Kombination mit anderen Wand- oder Deckenmaterialien (insbesondere Flachdächern, Dachkonstruktionen und Treppenhäusern) ist eine dünne Trennfuge (z. B. mit einer Kelle) bis zur Putzunterseite zu verfüllen.
Oberflächen, auf die Keramikbeschichtungen aufgetragen werden sollen, dürfen nicht geschliffen oder geglättet werden.
Vor dem Auftragen jeder weiteren Schicht muss der Kalk-Gips-Putz je nach Art der Beschichtung vollständig trocken und ordnungsgemäß grundiert sein.
WICHTIG! Der Gips muss auf Holzpaletten/Latten gelagert werden, um eine Beschädigung der Säcke und die Aufnahme von Feuchtigkeit vom Boden zu verhindern.
VORTEILE UND NACHTEILE VON KALK-GIPSPUTZEN
Vorteile:
- Einfach und bequem aufzutragen (der Gips härtet schnell aus);
- Einschichtige Anwendung;
- Belastet die Struktur nicht (es ist leicht);
- Vorbehaltlich der Instandsetzung (Korrektur);
- Vermittelt ein Gefühl der Vollständigkeit (Glätte);
- Schrumpft beim Trocknen nicht (elastisch und es entstehen keine Risse).
Nachteile:
- Silikatfarbe (Nanopor-Gips) kann nicht als Endanstrich verwendet werden.
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